DM 2017

Sonntag, 28. Mai 2017 

Bei sehr gegensätzlichem Wetter mit Gewitter und schwarzen Wolken aus West findet die Siegerehrung im Hangar statt.

Die endgültige Liste ist über den Blog-Spot button erreichber, die einzelnen Listen sind dann auf der dulv-Website einzusehen, auch die Tracks aus den Loggern. Sehr lustige Schlangenlinien für jeden, der sich mit dem Kursfliegen vertraut machen will. Aber Übung macht den Meister.

Es waren wieder mal spannende und aufregende Wettbewerbstage mit super Leuten und einer sehr netten Gemeinschaft, die besonders bei den Kurzstart-und Landewettbewerben zu Höchstform aufgelaufen ist. Die Infrastruktur am Platz ist auch nicht genug zu loben – der Platz war ideal. Danke an alle.

Samstag, 27. Mai 2017

Briefing wie gehabt um 7:30 Uhr. Heute geht’s um die Ziellande auf dem 100-m-Deck mit "Motor aus". Das Ganze nimmt einige Zeit in Anspruch, da jeder in einer etwas verkürzten Platzrunde erstmal seine Wunschhöhe erklimmt und dann zum Zielpunkt absteigt. Vor uns starten unsere Konkurrenten, und treffen ins 250-er Feld – das sah einfach aus. Bei uns auch – Volltreffer. Jetzt kommt allerdings der 2. Durchlauf. Die vor uns Startenden kalkulieren alle zu knapp und setzen vor dem 100-m- Deck auf. Davon alarmiert kalkulieren wir um, und schweben dann leider zu weit. Also wieder nichts mit Punkteänderung! Sehr spannend das Ganze, der Abstand vom Erstplatzierten zu uns beträgt 7 Punkte bei einer Höchspunktzahl von 2982 Punkten. Na sauber, gut dass noch eine Aufgabe auf uns wartet. Vielleicht tut sich ja noch was. Briefing um 15:00 Uhr….

Zum Schluss noch eine Präzisionsaufgabe mit Motor: Starten im 100-m- Deck, aufsteigen und Platz präzise überfliegen, zur Landung mit Motor. Vor uns wieder die Bohligs, die etwa ins dritte Feld treffen. Das könnte zu knacken sein. Reinhold gibt alles, doch, so wie die Videoaufzeichneichnungen nachher zeigen waren wir genau - nicht im ersten Feld, vielleicht 10 cm daneben! Den Reaktionen der Zuschauer nach zu urteilen hätten wir drin sein können, doch wie heißt er im ersten Programm mit der Tagesschau:"hätte, hätte, Fahrradkette..." Also konnten die Bohligs doch den Titel holen und wir sind diesmal 2. deutescher Meister!

Das tut dem Spaß keinen Abbruch und in unserer Sammlung hat ja auch noch der Vizemeister gefehlt. ;-)

Immer schön im Schatten bleiben... Die Temperaturen steigen und steigen, nun sinds schon an die 30 Grad!

Freitag, 26. Mai 2017

Das geht ja schon gut los! Aufstehen um 6:00, Briefing um 7:30 und das Wasser ist kalt... na da bekommt man wenigstens einen klaren Kopf für die anstehenden Aufgaben. Die Aufgabe: der allseits beliebte "Doppelkreise". Der zuerst geradlinige Kurs führt über den Einflugspunkt West zu einem Außenkreis, in dem ein mit selben Mittelpunkt gelagerter, kleinerer Innenkreis liegt. Zuerst wird der Außenkreis im Uhrzeigersinn beflogen, hier ist ein Zeichen am Boden ausgelegt. Dies ist in Form von gelben oder weißen Planen als X, Y, L oder sonst einem zugelassenen Symbol gebildet. An dieser Stelle muss man den Außenkreis verlassen und auf dem schnellsten Wege zum Innenkreis wechseln, den man in Gegenrichtung abfliegt. Na dann los! Die Herausforderung hier ist, dass man keinem geradlinigen Kurs folgen kann, sondern den Bogen des Kreises genau nachfliegen muss. Der innere Kreis beschreibt einen entsprechend engen Bogen, der nicht leicht zu befliegen ist. Dann raus aus dem Kurs und schnurstraks zum Ausflugspunkt Ost. So weit so gut. Als nächstes den Flieger für die Nachmittagsaufgabe betanken und vor allem - Nahrungsaufnahme, damit die Konzentration bestehen bleibt! Dummerweise bildet sich dann vor dem zweiten Briefing um 14:15 ein Verdauungsloch... Also schnell wieder wach werden.

zweiter Teil:

Die Wechselkreisaufgabe war ein wenig gemein, weil das Zeichen ziemlich am Ende des Kurses lag. Bis dahin hat man schon so manche Gelegenheiten für Zeichen herbei halluziniert und glaubt nicht mehr daran, dass es noch auftaucht. Ein vor uns fliegender Teilnehmer war wohl in einer ähnlichen Situation wie wir, denn wir hatten schon überlegt die Suche abzubrechen und zum Innenkreis zu fleigen. Just in dem Moment, als wir abbiegen wollten lag links neben dem Kurs, von Reinhold aus zu sehen, neben einer Straßenkreuzung in einem Gehöft das Zeichen am Boden! Super – gleich den Kurs zum Innenkreis nehmen und weiter geht’s. Dann habe ichs doch noch sauber versemmelt. Den Kurs zu fliegen und das Zeichen zu sehen ist die eine Sache, das Zeichen auch als solches einzutragen, also auf der Karte das gesehene „X“ zu vermerken ist wirklich eine besondere Herausforderung :-( der ich aus nicht mehr zu rekonstruierenden Gründen nicht gewachsen war. Dadurch wurde das Zeichen bei uns gar nicht gewertet und uns gingen 200 Punkte verloren. Na toll. Der einzige Trost ist, dass unsere Konkurrenz das Zeichen gar nicht fand. Wir liegen allerdings zwischenzeitlich auf Platz 3.

Letzte Navigationsaufgabe ist das R – ohne Fotos oder Zeichen, jedoch mit Geschwindigkeitsangabe –und Messung.

Danach gibt’s noch ein short-take-off über das berühmte Flatterband. Wir an 6. Startstelle, die Teilnehmer tasten sich heran. 125 m, 100 m, 90 m, 80 m etc. lauten die Angaben. Das Hindernis wird locker überflogen. Doch dann die Kampfansage: Reinhold gibt 70 m über Funk an. …-… Und wir schaffen s! Nun werden die Kollegen mutiger und noch einige überliegen aus dieser Distanz. Bei den Gyros und den Trikes wird’s nochmal superspannend, das Band reißt hier öfter.

Nun ist der Abstand punktemäßig ist zum letztjährig zweitplatzierten minimal und diesmal sind wir die Zweiten.

Was dieses Bild bedeutet weiß jeder Flieger sofort.

Bestes Wetter über Asperden!

Donnerstag, 25. Mai 2017

Den Vormittag konnten wir schön verbummeln, um 14:00 gab es im wie üblich etwas kargen Briefingraum die Eröffnung, die recht kurz ausfiel. Der Bürgermeister von Asperden hielt eine Ansprache an uns Flieger, dann ging es gleich um 14:30 zum Briefen der ersten Aufgabe über. Für alle Neulinge wurden die zu beachtenden Eckpunkte genau erläutert – wie und ab welchem Kurswinkelwechsel schleift man ein, wie lange darf so ein Turn dauern, wie zeichne ich gefundene Zeichen und Fotos genau ein, damit sie gewertet werden können usw. Nun bekommen wir 60 min Zeit um den vorgegebenen Kurs auf die eigene Karte zu übertragen und uns vorzubereiten, z.B. die Bilder zu analysieren (Die vorbeiführende Straße hat doch einen Mittelstreifen, sehe ich da einen Waldrand?) und zu verinnerlichen. Diesmal müssen wir, auf dem Kurs gelegen, acht Fotos finden. Es sieht auf den ersten Blick recht einfach und übersichtlich aus, es zeigt sich im Verlauf des Wettkampfs dann, dass es doch mehr Windräder und Windradbaustellen gibt als vermutet. Der Start liegt am späten Nachmittag, unsere Landezeit ist um 19:35 da waren wir 2, 5 Stunden unterwegs! Die späte Zeit kommt den langsameren und den einsitzigen Luftsportgeräten zu gute, da nun keine Thermik mehr herrscht und diese nicht mehr durchgeschüttelt werden - der klassische "ruhige Abendflug" eben. Unser Gefühl ~~~ so la la, es gibt so viele Faktoren die das Tagesergebnis beeinflussen. Aber siehe da...

 

Grasreifen sind gefragt!

Mittwoch, 24. Mai 2017

Nicht vergessen, morgen ist Feiertag! Dazu noch den wenige 100 m entfernten Netto nutzen -  ich sag ja, alles top hier in Goch/Asperden! Heute hat es etwas abgekühlt und der Bedeckungsgrad ist auch stärker als gestern. Beim Übungsflug ist es deutlich ruhiger. Der Übungskurs, den Ernst uns zur Verfügung gestellt hat heißt „Drache“ und enthält sechs Wendepunkte. Gut, dass wir den Kurs abgeflogen sind, wir müssen in der Kommunikation (wer meint was, wenn er was sagt) noch präziser werden. Wie beschreibe ich einen Peilpunkt am Ufer des mehrfach mäandernden Rheins? Welche Schleife meine ich da genau? Unser Wahlspruch für die DM 2017: „Gut, dass wir darüber gesprochen haben!“.

Reinhold macht die C 42 so richtig wettbewerbstauglich und montiert noch die Grasreifen. Man beachte unsere gern genutzte Wagenheber-Gabel. Vorher sind mir echt die Arme abgefallen! Ein Ultraleicht kann sich situationsbedingt auch unerwartet schwer darstellen. 

Heute früh landen eine Menge Teilnehmer, vor allem der WL1 – Klasse ein. Viele bekannte Gesichter, wie schön, dass so viele wieder zum Wettbewerb gefunden haben. Doch so mancher Teilnehmer wird auch schmerzlich vermisst. Nicht nur um die AL1 Klasse zur Wertung zu bringen, sondern der Vollständigkeit als Gesamtteam halber, wie wir es auf den Internationalen Wettbewerben erlebt haben.

Bester Campingplatz mit Blick auf die Fluggeräte des LSV Goch

Dienstag, 23. Mai 2017

Wie gut, dass wir Urlaub haben. So kann man den Tag mit einem ausgiebigen Frühstück starten. Erster Programmpunkt Kaffeetrinken. Zweiter Programmpunkt Flieger volltanken und Wettbewerbsbereich erkunden! Der Rhein und die an seinen Ufern gelegenen Kraftwerke sind deutliche Landmarken. Die Topografie ist erwartungsgemäß recht flach und dadurch übersichtlich. Die kompakten Städte und Dörfer liegen teilweise eingebettet in mittelgroßen Waldflächen. Wenig Gefahr bei Triebwerksstillstand. Gräben und Landstraßen sind von Alleen und Buschwerk gesäumt und somit leicht zu identifizieren. Durch die Hitze des heutigen Tages ist die Thermik teilweise recht ruppig, was uns ein wenig an die Verhältnisse auf der EM in Polen erinnert. Der Flug dauert gut drei Stunden, das Gebiet ist jedoch noch nicht lückenlos abgeflogen – mal sehen, was der Mittwoch bringt.

Im Anflug auf den Wettbewerbsplatz Goch/Asperden

EDLG auf die 28 - Richtung Niederlande im Westen.

Montag, 22. Mai 2017

Nach den üblichen Verzögerungen beim Packen starte ich mit unserer Bodenstation in Form unseres mittlerweile betagten, grauen Kastenwagens los in Richtung Norden. Meine Abfahrt um 13:00 Uhr. Vorerst zeigt mein Navi eine Ankunftszeit um 18:59 – na, wenn sich das nicht recht bald ändert. Der erste Berg wird hier wohl eine Nachberechnung nötig machen. Die A3, die von Regensburg bis an die Tore von Goch/Asperden reicht, folgt sinngemäß dem Kursstrich, den Reinhold mit unserer (Wett)Kampfmaschine aufnimmt. Er startet um 15:20 von unserer Hombase Straubing los und rechnet mit einem non-stop-Flug über 550 km. Die Temperaturen sind sommerlich, das Wetter soll in der Wettbewerbswoche recht gut sein.

Ohne jeden Zwischenfall bei beiden Geräten trudeln wir fast zeitgleich um 20:00 bzw. 20:20 am Flugplatz Goch/Asperden ein. Eine sehr schöne, gepflegte Anlage mit allen Annehmlichkeiten die sich ein Flieger (Mensch und Maschine) nur wünschen kann. Im Anflug gelegen ein Griechisches Lokal, dass wir natürlich zwecks Nahrungsaufnahme gleich entern.

Aktuelles

+++neueste Nachrichten+++

Die neue A32 von AEROPRAKT wurde im Juli 2022 ausgeliefert. Die C42 hingegen ist schon verkauft. Schweren Herzens habe ich am 03.10.22 die 4-fache "Meistermaschine" in Schwandorf EDPQ an die neuen Besitzer übergeben. 

Wir sind 2022...

1. Deutscher Meister in der Mixed Class

 

1. Deutscher Meister aller Klassen

...und behalten den Titel

 

1. Deutscher Meister in der AL2 Klasse (3fach seit 2019)

+++Nachrichten+++

Ein brandneuer A32 Aeroprakt (MTOW 600kg) als Nachfolger für die C42 haben wir bereits in Auftrag gegeben. Motorisiert mit dem ROTAX 912is mit 100PS, 114L Sprit in 2 Flächentanks und 600kg MTOW werden wir im kommenden Jahr unterwegs sein. Mai 2022 ist Liefertermin. 

...aufgrund des Krieges in der Ukraine ist die Fertigstellung unseres A32 erst gecancelt - nun verschoben. 

+++Nachrichten+++

Leider fällt auch dieses Jahr 2021 wie auch schon 2020 die 31. Deutsche Meisterschaft im UL fliegen wegen der Corona Pandemie aus. Die Veranstalter verschieben die Austragung auf 26.- 29. Mai 2022 in Rheine Eschendorf. Somit führen wir ein weiters Jahr den Titel des Deutschen Meisters aus dem Jahr 2019 :-)

+++Nachrichten+++

schaut mal auf der blog-spot-Seite vom Verband rein, hier gibts genauere Informationen über die Deutsche Meisterschaft aus erster Hand:

+++Nachrichten++++++

man braucht nicht unbedingt Motorkraft um glücklich zu fliegen

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© Ruth Hahn-Rieger und Reinhold Rieger (ReiR)