Besonders wichtig ist bei kalten Tagen und nach längerer Standzeit eine kräftige Batterie. Auch der Gewichtsunterschied der unterschiedlichen Energiespeicher ist enorm. Mit keinem anderen Bauteil lässt sich mit Verwendung einer modernen nicht Bleibasierenden Batterie auf einem Schlag so viel Gewicht einsparen. Aber der Reihe nach. An der bis 2022 geflogenen C42 flog ich mit folgende Varianten:
1) Die Verwendung einer LiFePo4 Batterie war ein Teil der Lösung um im Winter stets genügend Power zum Starten zu haben. Zugleich waren damit ca. 4 kg Gewicht eingespart. In der Anfangszeit als diese Batterien auf dem Markt auftauchten waren diese noch nicht ausgereift und Chinaware mangelhaft gefertigt. Ein Fliegerfreund musste die leidlich feststellen.
Mittlerweile gibt es speziell für die Luftfahrt geprüfte und zugelassene sichere LiFePo4 Batterien. Die neu bestellte A32 wird so ausgerüstet sein. (Nachtrag 06/2002) -Dachte ich. Obwohl in dieser Konfiguration bestellt teilte mir der Hersteller mit, dass bei dem in der A32 installierte neue Einspritzmotor nicht für diesen Batterietyp zugelassen ist. Somit ist im neuen Flugzeug eine Blei-Gel Batterie von Werk aus verbaut. -Und gleich noch ein Update: Der neue Flieger ist nun 3 Jahre alt und bei der Kontrolle bemerkte ich, dass wohl Säure auslief. Ich baute die Batterie umgehend aus, reinigte den betroffenen Bereich (Farbablösung auf einer Fläche ca. einer 1€ Münze) und baute eine neue Batterie ein. (11-2025)
2. Blei - Gel bzw. Blei - Vliesbatterie. Diese AGM (Absorbent Glass Mat) Batterie ist dicht verschlossen, kann also beim Transport nicht auslaufen (Elektolyt bzw. Säure!) und ist Lageunempfindlich. Ich baute die Batterie aus der C42 regelmäßig nach dem Flug aus und fuhr mit der zuhause frisch am Ladegerät aufgeladenen Batterie zum Fliegen. Das funktionierte einwandfrei, war aber aufwändig. Die Lösung war dann...
3. ...die Reinbleibatterie: Für die C42 damals die Lösung. Zwar immer noch eine "schwere" AGM Bleibatterie, aber durch die Reinblei Ausführung unempfindlich gegen Kälte und Selbstentladung. Auch im Winter hieß es damals seitdem einfach: reinsetzen, starten, fliegen. (Natürlich nach den Pre-Checks)
Die Ladespannung sollte bei herkömmlichen Blei Akkus 13,8 bis 14,4 (auch über 14,8) Volt sein. Bei den AGM Versionen 14,4V bis 14,8V. Der ROTAX Regler in der C42 liefert 14,4 Volt. Jeder Hersteller gibt für seine Ausführungen unterschiedliche Werte an. Besonders für herkömmliche Bleibatterien gibt es ein sehr breites Spektrum der Angaben "von/bis" der Ladespannung. Die 14,4V scheinen jedoch allen gängigen Akkus zu gefallen.
LiPo's nur mit Balacer und nie über 14,6V Laden!